Wegen Stauerfahrung und Angst meinerseit wegen des Fluges noch in Stress zu kommen machten sich C und ich heut morgen mit dem Zug auf nach Jakarta. Die Fahrt in der Eksekutif-Klasse kostete 9 Euro, dauerte, da der Zug recht langsam war, 3 Stunden und führte durch wunderschöne Landschaft. Alles klappte gut und wir waren gegen 11 im Appartement. Dann gingen wir noch Mitbringsel einkaufen und trafen uns noch mit einem Freund von C in einer Shopping Mall (wo denn auch sonst :)) mein persönliches Highlight war der Besuch der Arcade wo ich an vielen Automaten spielen konnte :)
Zum Flughafen kam ich dann auch gut, es klappte auch alles, nur musste ich, weil es am Flughafen keine Post mehr gab, meine mühselig geschriebenen Karten in Dubai einschmeißen. Das klappte zum Glück und ist ja besser als nichts.
Montag, 7. Januar 2013
Letzter Tag in Jakarta
Bandung
Heute morgen holte uns früh Cs Schwester ab und wir fuhren mit ihrem Mann und Sohn und mit Cs und ihrer Mutter nach Bandung, wo wir einen wunderbar entspannten Tag wiederum mit viel Essen verbracht haben. Bandung liegt im recht hügeligen Landesinneren, wo es relativ und sehr angenehm kühl ist. Die Cafés und Restaurants wo wir waren boten deshalb oft eine tolle Aussicht. Abend aßen wir dann in einem Restaurant inmitten von Resifeldern sehr lecker.
3. Tag in Yogyakarta
Am dritten und letzten Tag in Yogyakarta machten C und ich eine Fahrradtout nach Perambanan einem hinduistischen Tempel (ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe).
Die Fahrt ging mit einem Guide vom Hotel schon um 7 los (was wegen der Hitze auch gut war) und führt zwar unausweichlich auch durch den chaotischen indonesischen Verkehr, aber auch durch wunderschöne Reisfelder, über Brücken die wunderschön wilde Flüsse querten, vorbei an den verschiedensten Obstbäumen und asiatischen Küken (mit Buckel) und den bereits erwähten Bio-Hühnern.
Perambanan ist eine beeindruckende Tempelanlage die früher aus tausenden kleinen und großen Tempeln bestand, von denen jetz gut 20 wieder stehen. Alles war, anders als in Borobudur gestern, auf flachem Land gebaut, man stieg in den Tempeln nur viele sehr hohe Stufen hinauf (Message: der Aufstieg zum Glauben ist hart).
Wie gestern schon gab es im Tempel viele Bilder von Glaubensgeschichten.
Am besten am Ausflug war dennoch die Fahrradtour, die wirklich viel Spaß gemacht hat.
Im Hotel haben wir dann noch gegessen und dann sind wir wieder zum Flughafen um zurück nach Jakarta zu fliegen.
Dort standen wir dann 2 Stunden im Stau und alles war wieder ganz anders als in Yogya...
2. Tag in Yogyakarta
Mit dem Wagen samt Fahrer ging es nach dem Frühstück erstmal zum Merapi einem 2010 zuletzt ausgebrochenen Vulkan. Dort machten wir eine recht holprige und lustige Fahrt mit einem Jeep, der uns über erkaltete Lavaflüsse (in denen eifrig mit Spitzhacke der fruchtbare Boden abgetragen wurde) zu vielen Aussichtsstellen für Photos und auch einem kleinen "Vulkanausbruchsmuseum" brachte. Das war ein beim Ausbruch zerstörtes Haus in dem der Besitzer seine zerstörte Habe präsentierte. Ein sehr optimistischer Umgang mit dem Schicksal, finde ich.
Danach ging es nach Borobudur, einem buddhistischen Tempel aus dem 8. Jahrhundert, glaub ich. Sehr beeindruckend und deshalb auch zurecht UNESCO-Weltkulturerbe. C und seine Familie kauften sich die für indonesische Verhältnisse sehr teuren Eintrittskarten für Locals für 2,50 Euro, ich die für Ausländer für 20 Euro. Dafür hatte mein Kassenhäuschen dann auch eine Klimaanlage ;) Sehr vernünftig finde ich das aber, denn Indonesier sollten sich ihre Kulturdenkmäler anschauen können und die Touristen, für die in Indonesien eh alles billig erscheint, sollen gern zur Instandhaltung der Tempelanlage beitragen.
Die Tempelanlage ist auf eine Hügelkuppe gebaut worden in 10 verschiedenen Stufen, die verschiedenen Stufen der buddhistischen Welt verkörpen, wie die echte Welt, die spirituelle Welt und das Nirvana. Ganz oben gibt es dann Stupas (so glockenförmige Hauben) unter denen jeweils ein betender Buddha sitzt. Von oben hat man dann auch noch einen wunderbaren Blick auf den Merapi-Vulkan. Bei dem Ausflug wurde auch endlich meine wahren Fähigkeiten erkannt, da ich als weißer Westler ein gern genommenens Photomotiv war, wofür ich natürlich gern zur Verfügung stand. Nach Borobudur kommen viele Indonesier aus abgelegenen Regionen, weil sie sich diese Reise noch leisten können, und deshalb haben sie noch nicht oft Westler gesehen. Am tollsten war die Schulklasse, deren Lehrer sich ausgedacht hatte, dass die Schüler einen englischen Fragebogen mit einem Westler durchgehen müssen, um ein wenig den Sprachunterricht auch in der Praxis zu benutzen. Das hab ich natürlich gern gemacht und ich finde, dass das eine sehr einfallsreiche Idee von dem Lehrer ist.
Nach borobudur war der Tag auch schon fast um, wir fuhren nur noch einmal nach Yogyakarta auf die Malioboro Road, um ein wenig Batik zu kaufen.
1. Tag in Yogyakarta
Meine liebe Leserschaft mag bemerkt haben, dass ich A sehr hinterherhänge mit dem Blog schreiben und dass B meine Titel an Kreativität nicht gerade hinzugewinnen. Ersteres werde ich jetzt (zurzeit im Flugzeug nach Ffm) versuchen zu beheben:
Heute sind wir sehr früh morgens (so ca. 7) nach Yogyakarta geflogen, was ca. 1 Stunde dauert. Yogyakarta liegt am Indischen Ozean (nicht wie Jakarta am Indonesischen?Südchinesischen?namengibtsglaubichviele Meer) östlich von Jakarta. Wir flogen mit Cs Mutter, Tante und zwei Cousinen (15 & 10 Jahre alt), was gut war, weil ich so die Familie von C etwas kennen lernen konnte, wenngleich auch Indonesischkenntnisse ja bei mir bis auf 10 Worte nicht vorhanden sind und Englisch von Seiten der Familie nur begrenzt gesprochen wurde, und weil wir uns so ein Auto mit Fahrer leisten konnten, der und vom Flughafen abholte und auch noch die nächsten beiden Tage durch die Gegend kutschierte. C hat das alles super organisiert!
Das Hotel war ein Traum: etwas außerhalb gelegen, relativ unscheinbar, wunderbar im javanesischen Stil eingerichtet und eine Oase der Ruhe und Erholung (vor Allem nach Jakarta!)
Besichtigt haben wir dann erstmal den alten Teil von Jakarta mit dem Kraton, einem vom noch immer existierenden Sultan bewohnten Palast in dem noch tausende Beschäftigte arbeiten und in dem wir sowohl traditionell javanisches Marionettentheater als auch traditionell javanische Musik erlebten. Die Musik ist sehr anders al europäische, sehr viel auf Klangelementen aufbauend, in der Athmosphäre des Kratons mit seiner javanischen Architektur und den vielen Verzierungen aber sehr passend.
Nach dem Besuch des Kratons ließen wir uns dann zu einer Rikscha-Fahrt überreden, die uns natürlich zu einer Vielzahl an Batik-Boutiken und Nippesläden führte, aber auch zum Wasserschloss, einer alten Fluchtburg des Sultans, die aber, was der Freelancer-Guide uns erzählte, wohl eher für die Treffen des Sultans mit seinen Konkubinen diente.
Abends passierte dann wegen des Monsuns außer Essen nicht mehr viel. Fürs Abendessen haben wir übrigens, weil es so goss, die beiden Taxis einfach eine Stunde vor derm Restaurant warten lassen. Die ganze Fahrt hat trotzdem nur ca. 8 Euro gekostet...
Bei dieser Gelegenheit sei auch noch das wunderbare Mittagessen erwähnt, bei dem es Tempe gab, fermentiertes Tofu (hmmmmmmm, enak :) ) und Bio-Huhn, das heißt kein zurechtgezüchtetes Huhn, sondern hallt das was die Leute hier so in ihrem Kleingarten halten, deshalb mit weniger Fleisch, aber sehr lecker. Kein Gericht kostete mehr als 1 Euro, deshalb wurden 6 Leute für 15 Euro mit Getränk pappsatt :D
Mittwoch, 2. Januar 2013
Jakarta 4. Tag, 1. Tag im neuen Jahr
Da wir gestern ja Sylvester gefeiert haben, haben wir heute ersteinmal ausgeschlafen, um dann in die Altstadt zu fahren. Dort war das Museum der Bank Indonesia wieder zu und wir sind stattdessen in der Altstadt herumgelaufen zu einem Kanal mit einer alten holländischen Brücke. Der Kanal stank sehr (wirklich sehr!) und vor der Brücke war eine Frau die Eintritt verlangte. Sie sah nicht danach aus, dass ihr die Brücke gehörte oder sie Eintritt verlangen dürfte, deshalb haben wir einfach Photos von der Brücke vom Ufer aus gemacht. Danach sind wir zum Café Batavia, einem Kaffe am alten Marktplatz von Jakarta (das damals noch Batavia hieß) und das in sehr schönem Kolonialstil eingerichtet ist. Da haben wir dann mit A. und M. Mittag gegessen und sind auch noch sehr lange geblieben, weil der Monsun wieder zeigte warum er so bekannt ist. Danach sind wir in ein sundanesisches (i.e. west-javanisches) Restaurant gefahren, wo wir mit der Tante von C. ihrem Mann und ihren Kindern gegessen haben. C. zeigte dann noch seine Fahrkünste und fuhr A. und M. zum Flughafen. Abends ging es dann nochmal in eine Shopping Mall und dann haben wir auch schon für Yogyakarta gepackt.
Zu unseren vielen Shopping Mall-Besuchen noch ein kleiner Rechtfertigungsversuch: Die Shopping Malls hier sind wirklich beeindruckend groß, modern und luxuriös und bieten auch viele Gelegenheiten zum Essen. Natürlich bleibt es aber irgendwie blöd immer in Einkaufszentren zu bleiben. Jakarta ist aber aufgrund von Lärm, Dreck, Gestank und furchtbarem Verkehr, der dauernd zu Staus führt, wirklich eine sehr anstrengende Stadt. Die Malls bieten da eine wunderbare Methode um dem zu entfliehen, was man aber wohlgemerkt auch nur als gut situierter Mensch hier oder halt als Europäer kann.
Jakarta 3. Tag
Heute wollten wir es wieder beim Museum der Bank Indonesia versuchen, aber wir standen vor verschlossenen Türen. Zum Glück gibt es gleich nebenan, das Museum der Bank Mandiri, an dem aber leider ein großes Schild hing, das einen darauf hinwies, dass das Museum geschlossen war. Nach einem kurzen Gespräch mit einem der Sicherheitsleute am Tor, fanden wir zum Glück heraus, dass das Museum zwar in der Tat geschlossen war, wir aber für 2000 Rupiah (umgerechnet weniger als 20 Cent) herein könnten. Schön!
Drinnen waren dann auch schon ein paar andere Besucher. Das Museum ist der alte Hauptsitz der Bank Mandiri im Kolonialstil, mit einer Schalterhalle, wie man sie nur noch aus Filmen kennt, einem wunderschönen alten Tresor und Sitzungsräumen für den Vorstand mit viel Holz. Viele alte Geräte, wie Geldautomaten oder Taschenrechner waren ausgestellt, ein wenig wirkte es auch so, als ob alles was man gefunden hatte ins Museum verfrachtet worden war, da auch gefühlt die komplette historische Sammlung an Werbegeschenke und Preisen die die Bank gewonnen hatte ausgestellt wurde.
Mittags waren wir im sehr wuseligen und abgasverschmutzten Chinatown sehr lecker essen. Danach ging es wieder in eine Mall zum Kaffetrinken, Essen und schließlich in ein französisches Bistro zum reinfeiern ins Neue Jahr.
Mandiri
Dienstag, 1. Januar 2013
Jakarta, 2. Tag
Heute sind uns M und A, bei denen wir in Singapur übernachtet hatten nachgefolgt, weshalb wir uns, nachdem sie im Hotel eingecheckt hatten, mit ihnen zum Mittagessen getroffen haben. Wieder in eine Mall, Plaza Indonesia diesmal, ich suchte mir im Food Court Gado Gado als Essen aus. Das ist ein indonesisches kalt oder lauwarm serviertes Gericht aus Bohnen, Eiern, Kartoffel, Sojasprossen, Kohl und manchmal auch Tofu. Das ganze serviert mit Erdnusssoße.
Danach habe ich mir eine zweite kurze Hose gekauft und wir waren dann noch einen Kaffee trinken und als Krönung des Tages Karaoke singen, bei dem wir allesamt aus vollsten Kehlen gesungen haben.