Mit dem Wagen samt Fahrer ging es nach dem Frühstück erstmal zum Merapi einem 2010 zuletzt ausgebrochenen Vulkan. Dort machten wir eine recht holprige und lustige Fahrt mit einem Jeep, der uns über erkaltete Lavaflüsse (in denen eifrig mit Spitzhacke der fruchtbare Boden abgetragen wurde) zu vielen Aussichtsstellen für Photos und auch einem kleinen "Vulkanausbruchsmuseum" brachte. Das war ein beim Ausbruch zerstörtes Haus in dem der Besitzer seine zerstörte Habe präsentierte. Ein sehr optimistischer Umgang mit dem Schicksal, finde ich.
Danach ging es nach Borobudur, einem buddhistischen Tempel aus dem 8. Jahrhundert, glaub ich. Sehr beeindruckend und deshalb auch zurecht UNESCO-Weltkulturerbe. C und seine Familie kauften sich die für indonesische Verhältnisse sehr teuren Eintrittskarten für Locals für 2,50 Euro, ich die für Ausländer für 20 Euro. Dafür hatte mein Kassenhäuschen dann auch eine Klimaanlage ;) Sehr vernünftig finde ich das aber, denn Indonesier sollten sich ihre Kulturdenkmäler anschauen können und die Touristen, für die in Indonesien eh alles billig erscheint, sollen gern zur Instandhaltung der Tempelanlage beitragen.
Die Tempelanlage ist auf eine Hügelkuppe gebaut worden in 10 verschiedenen Stufen, die verschiedenen Stufen der buddhistischen Welt verkörpen, wie die echte Welt, die spirituelle Welt und das Nirvana. Ganz oben gibt es dann Stupas (so glockenförmige Hauben) unter denen jeweils ein betender Buddha sitzt. Von oben hat man dann auch noch einen wunderbaren Blick auf den Merapi-Vulkan. Bei dem Ausflug wurde auch endlich meine wahren Fähigkeiten erkannt, da ich als weißer Westler ein gern genommenens Photomotiv war, wofür ich natürlich gern zur Verfügung stand. Nach Borobudur kommen viele Indonesier aus abgelegenen Regionen, weil sie sich diese Reise noch leisten können, und deshalb haben sie noch nicht oft Westler gesehen. Am tollsten war die Schulklasse, deren Lehrer sich ausgedacht hatte, dass die Schüler einen englischen Fragebogen mit einem Westler durchgehen müssen, um ein wenig den Sprachunterricht auch in der Praxis zu benutzen. Das hab ich natürlich gern gemacht und ich finde, dass das eine sehr einfallsreiche Idee von dem Lehrer ist.
Nach borobudur war der Tag auch schon fast um, wir fuhren nur noch einmal nach Yogyakarta auf die Malioboro Road, um ein wenig Batik zu kaufen.
Montag, 7. Januar 2013
2. Tag in Yogyakarta
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